Mediennutzung und „digitaler Stress“

__Soziale Netzwerke, Streaming-Dienste, Internet-Angebote: Digitale Medien bieten ungezählte Nutzungsoptionen. Das eröffnet zunächst scheinbar viel Freiraum. Mittlerweile sind Medien aber zu einem Stressfaktor geworden – ungeachtet ihrer vielen positiven Möglichkeiten. Wie kann medienbezogener Stress entstehen, und warum sind Kinder und Jugendliche besonders anfällig dafür?__
### Mediennutzung bei Heranwachsenden: Fakten und Zahlen Jährlich durchgeführte Basisstudien zum Stellenwert von Medien im Alltag von Kindern (6 bis 13 Jahre) zeigen einen rasanten Anstieg der Mediennutzung in den letzten Jahren: Mittlerweile haben fast alle Kinder (98 %) die Möglichkeit, zuhause das Internet zu nutzen. Mit zehn bis elf Jahren zählen vier von fünf Kindern zu den Internetnutzern, und bei den Zwölf- bis 13-Jährigen nehmen mit 94 Prozent fast alle Kinder Online-Dienste in Anspruch. Als regelmäßige Online-Aktivitäten werden in dieser Altersgruppe die Recherche über Suchmaschinen, das Verschicken von WhatsApp-Nachrichten und die Nutzung von YouTube-Videos angegeben. Dabei nimmt WhatsApp eine zentrale Bedeutung im Alltag ein: 73 Prozent der Zehn- bis Elfjährigen und 83 Prozent der zwölf- bis 13-jährigen nutzen täglich WhatsApp. Die entsprechende Studie mit Jugendlichen (12 bis 19 Jahre) zeigt ähnlich deutliche Ergebnisse: 91 Prozent der 1.200 Befragten sind täglich im Netz unterwegs, mit einer durchschnittlichen täglichen Nutzungsdauer von 214 Minuten (Mo–Fr). Die Nutzungszeit verteilt sich dabei auf die Bereiche Kommunikation (35 %), Unterhaltung (31 %), Spiele (24 %) und Informationssuche (10 %). Doch obwohl den allermeisten Heranwachsenden die Nutzung digitaler Medien von klein auf vertraut ist, kann sie dennoch Stress bereiten: 35 Prozent der Jugendlichen nehmen bereits digitalen Zeitstress wahr. Welche Faktoren können konkret dazu beitragen?
Quellen
Lohaus, A.; Fridrici, M.; Domsch, H.: Jugendliche im Stress. Heidelberg; Springer 2017. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (MPFS) (2018): KIM-Studie 2018. URL: https://www.mpfs.de/studien/kim-studie/2018/ (abgerufen am 25.02.2020). Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (MPFS) (2018): JIM-Studie 2018. URL: https://www.mpfs.de/studien/jim-studie/2018/ (abgerufen am 25.02.2020). Saferinternet.at (2019): Digitaler Zeitstress bei Jugendlichen. URL: https://www.saferinternet.at/news-detail/immer-mehr-jugendliche-im-digitalen-zeitstress/ (abgerufen am 26.02.2020).
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