Zucker – das Leben schmeckt süß

__In erster Linie ist Zucker ein Nahrungs- und Genussmittel. Er verleiht dem Essen nicht nur Süße, sondern macht es auch haltbar und sorgt für eine angenehme Konsistenz. War er früher noch ein Luxusgut, finden wir ihn heute in fast allen Lebensmitteln.__
Umgangssprachlich meint man mit Zucker meist die sogenannte Saccharose. Dazu gehören beispielsweise weißer Haushaltszucker, brauner Zucker und Rohrzucker. Hergestellt wird Zucker aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr. Während alle Pflanzen durch Fotosynthese Zucker herstellen, können jedoch nur die Zuckerrübe und die Zuckerrohrpflanze ihn in größerer Menge speichern. Nüchtern betrachtet ist Zucker zunächst einmal ein Kohlenhydrat, das dem Körper viel und schnell Energie liefern kann. Chemisch gesehen handelt es sich bei unserem gewöhnlichen Haushaltszucker um einen sogenannten Zweifachzucker (Disaccharid). Dieser besteht aus einer Verbindung von einem Molekül Traubenzucker (Glukose) und einem Molekül Fruchtzucker (Fruktose).
__Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird empfohlen, maximal 10 Prozent der täglichen Energiezufuhr durch Lebensmittel mit freiem Zucker aufzunehmen. Ideal wären allerdings sogar weniger als 5 Prozent.__
Verzehrstudien aus Deutschland zeigten jedoch, dass Männer und Frauen zwischen 15 und 80 Jahren mit einer Aufnahme von 13 und 14 Energieprozent über freien Zucker die empfohlenen Richtwerte überschritten. Der Konsum von Kindern und Jugendlichen lag sogar bei 17,5 Prozent. Zum freien Zucker gehören zum einen Haushalts-, Frucht- und Traubenzucker, zum anderen auch der Zucker aus Honig, Fruchtsäften, Fertiggerichten oder Süßigkeiten. Davon ausgenommen ist der natürliche Zucker in Obst (Fruktose) oder Milch (Laktose). Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollte ein durchschnittlicher Erwachsener am Tag maximal 50 Gramm Zucker (das entspricht in etwa 10 bis 12 Teelöffeln), gemäß WHO idealerweise sogar nur die Hälfte zu sich nehmen. Hierzu zählen auch „versteckte Zucker“ in Fruchtsäften oder Fertiggerichten.
Quellen
AGES. (2019): WHO Zucker Empfehlungen. URL: https://www.ages.at/themen/ernaehrung/who-zucker-empfehlungen/ (Stand 01.09.2019) Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). (2018): Empfehlungen zur maximalen Zuckerzufuhr in Deutschland. URL: https://www.dge.de/presse/pm/empfehlung-zur-maximalen-zuckerzufuhr-in-deutschland/ (Stand 25.08.2019)
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