Industrielle Verarbeitung von Lebensmitteln

__In der heutigen Zeit ist das Angebot an industriell verarbeiteten Lebensmitteln riesig. Derzeit sind etwa zwei Drittel der Lebensmittel, die in den Supermarktregalen liegen, nicht frisch und naturbelassen. Und die Tendenz ist steigend.__
Dabei hat die Ernährungsindustrie die Lebensmittel nicht etwa an die Bedürfnisse der Menschen angepasst. Bei der Optimierung der Produktionsprozesse steht für die Hersteller vielmehr im Vordergrund, die Gewinnspanne zu vergrößern und möglichst viel zu verkaufen. Daher wird oft an der Qualität der Zutaten gespart. So beziehen die Produzenten die günstigeren Produkte, die zum Beispiel mit Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln belastet sind. Die Zutaten biologisch zu erzeugen, ist hingegen deutlich teurer. Aus diesem Grund tragen nur wenige Produkte in deutschen Supermärkten das Bio-Siegel. Nur werden über ökologisch erzeugte Lebensmittel erzielt. ### Welche industriell verarbeiteten Lebensmittel sind trotzdem empfehlenswert? Eine positive Ausnahme im Hinblick auf die Verarbeitung von Lebensmitteln bilden tiefgekühltes Gemüse und Obst sowie gefrorene Kräuter. Diese werden gleich nach der Ernte schockgefroren. Durch dieses schonende Verfahren der Konservierung behalten sie ihre Nährstoffe und ihren Geschmack. Sie können sogar einen Vorteil bieten im Vergleich mit Frischware. Denn je mehr Zeit zwischen Ernte und Verzehr vergeht, um so mehr Frische büßen Früchte und Gemüse ein und um so weniger Vitamine enthalten sie. Das ist bei entsprechender Tiefkühlware nicht so, solange die Kühlkette eingehalten und sie sofort nach dem Auftauen verzehrt wird. Als verarbeitete Lebensmittel sind außerdem Tomaten und Hülsenfrüchte (mit Ausnahme von Erbsen) in Konserven zu empfehlen. Bei dieser Form der industriellen Konservierung entsprechen die Nährstoffgehalte annähernd denen von frischen Waren. ### Industrie und Werbung Um die Menschen zum Kauf industriell verarbeiteter Produkte zu verleiten, versehen Hersteller die Vorderseiten der Lebensmittelverpackungen mit ansprechenden Abbildungen, Fantasienamen, Siegeln und Referenzmengen. Wenn der Verbraucher glauben soll, dass ein Produkt sich positiv auf die Gesundheit auswirkt, werden zudem Angaben zu Nährwerten gemacht wie „ohne Zucker“ oder „enthält weniger Fett“. Diese Angaben und bunt gestalteten Packungen sind jedoch trügerisch und können getrost ignoriert werden. Wichtig ist allein, das Zutatenverzeichnis sowie die Nährwerttabelle zu studieren. Produkte mit künstlichen oder naturidentischen Zusatzstoffen sollten am besten gar nicht im Einkaufskorb landen.

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